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„NACHBARN FÜRS LEBEN“

Wie unter einem Brennglas spiegelt sich im Mikrokosmos der Kölner Probsteigasse das Bild der urbanen Gesellschaft. Was weiß ich vom anderen? Was zeige ich von mir? Wie reagiere ich auf einen fremdenfeindlichen Anschlag, wie er sich in der Gasse 2011 zugetragen hat?

Ein Film von Erwin Michelberger, 95 Minuten, DCP, stereo, 2016

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Termine

„NACHBARN FÜRS LEBEN“

11.11.2016, 12 Uhr
Kultur am Mittag Life-Studiogespräch


13.11.2016, 11.30 Uhr 
Premiere Köln 
Residenz, Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32


29.11.2016, 19 Uhr
Premiere Düsseldorf
Bambi Filmstudio, Klosterstraße 78

Weitere Spieltermine
Filmpalette, Lübecker Str. 15, 50668 Köln, Tel. 0221. 122112

14.12.2016, 18.15 Uhr
21.12.2016, 19.45 Uhr 

weitere folgen …


In Planung

„GRANDE FINALE!“

„Spiel“ - Film - Vorhaben

„Du glaubst es nicht, der alte Kellinghusen (Philosoph-Schriftsteller) rastet aus, wird zum Kind, zum Rotzlöffel, der alle vor den Kopf stößt. Den Betrieb aufmischt, Seminarprogramme löscht, die Assistenten anknurrt – andererseits im städtischen Springbrunnen mit den Pennern herumtanzt. Er beschimpft seine Studenten. Düpiert den Dekan. Die letzte Vorlesung wird zum Tumult.

Er mutiert zum Störenfried. Zum gefährlichen Störer in seiner direkten Umgebung. Aber auch und vor allem für sich selbst.

Dann aber plant er mit seiner Lieblingsstudentin ein grandioses Fest. Alle werden eingeladen die je ihm nah waren. Seine geliebte Ingrid, die ihm die Kinder gebar – und ihm verloren ging. Alle Geliebten und Gehassten in seinem Leben. Und tatsächlich, sie kommen alle. Es wird ein rauschendes Fest. 1001 Nacht. Eine grandiose Versöhnung. Keine verlogene Schöntuerei und Verklärung sondern es gelingt ihm über die Brücke zu gehen. Dorthin wo Hass und Rache sich vollkommen auflösen. Selbst die Kinder aus seiner Kinderzeit sind da – als Kinder! Aus ihren Mündern kommen erwachsene Stimmen.

Tanz. Schamlosigkeit. Musik und Traum. Alles fließt ineinander. Bis er entscheidet, jetzt, auf dem Höhepunkt seines Festes, das kleine Fläschchen auszutrinken. Das tödliche Gift. Seine Lieblingsstudentin sieht es. Sie will noch eingreifen.“

 

„TABULA  RASA – mein Essen mit Freunden“

Filmische Erzählung

„… In den vergangenen Jahren hatte ich mehr und mehr den Glauben an die geistigen Errungenschaften verloren. Ich las und dachte dabei, das hat sich jemand ausgedacht. Ich schaute und sehe, das hat jemand erfunden. Wohin ich mich wandte überall Fiktionen. Millionen von Büchern, Filmen, Fernsehserien und You Tube Clips handelten in einer erfundenen, aber wirklichkeitsgetreuen Welt. Und die Zeitungen und Fernsehnachrichten und Radiosendungen und Clips und Face Books und Tweets hatten haargenau die gleiche Form, auch sie waren Erzählungen, und dann war es kein Unterschied mehr, ob das, wovon sie erzählten, sich tatsächlich zugetragen hatte oder nicht. Ich sitze beim Essen und sehe ertrinkende Flüchtlinge, danach der Trailer des Tatorts, wie ein Mensch einen anderen im Wasser tötet. In mir breitet sich etwas Schmieriges aus, etwas das meine Gefühle und Sinne verätzt. Weil alles was ich wahrnehme ist das Gleiche, der Abstand zur Wirklichkeit ist gleich, ob inszeniert oder dokumentarisch, alles was unsere Welt ist wird in Serie produziert. Es gibt in den Erzählungen und Berichten nichts Einzigartiges mehr. Alles wird zur Lüge. 

Darin zu leben, eben in dem Bewusstsein dass alles so aber halt auch das glatte Gegenteil sein kann macht mich fertig. Das Erfundene hat keinen Wert. Das Dokumentarische hat keinen Wert. Das Einzige was ich noch als Wert sehen kann ist das persönliche offene Gespräch. Dem Gesicht, dem ich dabei begegnen kann, die Augen in die ich blicken darf. Das rettet."

Bucherscheinung

„Mit dem Tod tanzen. Tod und Totentanz im Film“

Daniel S. Ribeiro: LUS oder Geschmack am Leben.
Der Tod im zeitgenössischen Dokumentarfilm,
in: „Mit dem Tod tanzen. Tod und Totentanz im Film“
Jessica Nitsche (Hrsg.), Neofelis Verlag, Berlin 2015.
ISBN 978-3-943414-58-5